Zum Inhalt springen

Der günstige Weg

Beiladung auf den Strecken ab und nach Berlin

Bei einer Beiladung zahlen Sie nur den Laderaum, den Sie tatsächlich belegen, und teilen sich das Fahrzeug mit einem anderen Auftrag auf derselben Strecke. Das drückt den Preis erheblich. Bezahlt wird dieser Vorteil mit dem Termin: Sie bekommen ein Zeitfenster von einigen Tagen und keinen festen Tag. Wer damit leben kann, fährt so am günstigsten.

Restplatz auf Ihrer Strecke

Nennen Sie Start, Ziel und ungefähr, was mitfahren soll. Wir sagen Ihnen, was es kostet und wann das nächste Fahrzeug fährt.

Restplatz anfragen 030 754367319

Was der Kubikmeter kostet

EntfernungZiele in diesem BandPreis je Kubikmeter
bis 300 kmLeipzig, Dresden, Hamburg, Hannoverab 45 €
bis 500 kmKöln, Frankfurt, Bremen, Nürnberg, Dortmundab 55 €
bis 750 kmMünchen, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheimab 65 €

In allen Angaben steckt die Mehrwertsteuer. Der feste Betrag ergibt sich aus dem schriftlichen Angebot, das auf die kostenlose Besichtigung folgt.

Ab drei Kubikmetern, das entspricht rund vierzig Umzugskartons.

Ab etwa fünfzehn Kubikmetern liegt der Festpreis für eine eigene Fahrt meist darunter. Wir rechnen beide Wege durch und nennen Ihnen den günstigeren.

Damit steht der Rahmen sofort: Drei Kubikmeter nach Leipzig kosten weniger als ein einziger Mietwagen mit Sprit und Rückfahrt, fünfzehn Kubikmeter nach München dagegen liegen bereits in der Nähe des Festpreises für eine eigene Fahrt. Genau an dieser Stelle kippt die Rechnung, und genau deshalb rechnen wir vor der Zusage immer beide Wege durch und nennen Ihnen den günstigeren, auch wenn das für uns der kleinere Auftrag ist.

Wie eine Beiladung zustande kommt

Ein Umzugsfahrzeug, das von Berlin nach Stuttgart fährt, fährt diese Strecke ohnehin. Der Diesel, die Maut, die Arbeitszeit der Besatzung und die Übernachtung fallen an, gleichgültig ob der Laderaum voll ist oder halb leer. Eine Vierzimmerwohnung füllt einen großen Wagen selten vollständig aus, und die Rückfahrt ist fast immer leer. Dieser ungenutzte Raum ist das, was als Beiladung verkauft wird.

Für Sie heißt das: Sie bezahlen nicht das Fahrzeug, sondern Ihre Kubikmeter darin. Für den Betrieb heißt es, dass eine Fahrt, die sonst zur Hälfte Luft transportiert, wirtschaftlich wird. Beide Seiten gewinnen etwas, und keine Seite muss dafür an der Qualität sparen. Die Möbel werden gedeckt, gegurtet und einzeln erfasst wie bei jedem anderen Auftrag auch.

Der Ablauf unterscheidet sich in einem Punkt vom normalen Umzug: Am Anfang steht nicht der Termin, sondern die Menge. Wir brauchen eine belastbare Liste dessen, was mitfahren soll, weil der Platz im Fahrzeug vorab reserviert wird. Kommen am Abholtag deutlich mehr Kartons zusammen als besprochen, passt es schlicht nicht mehr hinein, und der Rest bleibt stehen. Eine halbe Stunde ehrliches Zählen vorher erspart diesen Moment.

Für die Mengenangabe genügt eine nüchterne Aufstellung, keine Messung. Zählen Sie die Kartons, die Sie tatsächlich packen werden, und listen Sie jedes Möbelstück einzeln auf. Vierzig gepackte Kartons ergeben rund drei Kubikmeter, ein Doppelbett samt Lattenrost und Matratze etwa zwei, ein dreitüriger Kleiderschrank ebenfalls etwa zwei, eine Waschmaschine einen halben. Wer sich am Ende zwei Kubikmeter nach oben verschätzt, zahlt zwei Kubikmeter mehr; wer sich nach unten verschätzt, riskiert, dass etwas stehen bleibt. Deshalb rechnen wir lieber knapp großzügig und korrigieren nach unten, wenn beim Beladen Platz übrig ist.

Verladen wird an einem der Tage innerhalb des vereinbarten Fensters. Das Fahrzeug fährt dann seine Route, setzt die andere Ladung ab und stellt Ihre Sachen im zweiten Fenster zu. Bei Strecken bis rund 300 Kilometer liegen beide Fenster oft dicht beieinander, bei den weiten Zielen im Süden kann eine gute Woche dazwischenliegen.

Der Nachteil, den niemand wegdiskutieren kann

Beiladung ist günstiger, weil sie unflexibel ist. Das ist kein Kleingedrucktes, sondern der Kern des Geschäfts, und wer es anders darstellt, verkauft Ihnen etwas, das er später nicht halten kann. Der Termin richtet sich nach dem Hauptauftrag auf demselben Fahrzeug. Verschiebt sich dessen Beladung um einen Tag, verschiebt sich Ihre mit.

Praktisch bedeutet das drei Dinge. Erstens: Sie können nicht davon ausgehen, am Abend des Umzugs in Ihrem eigenen Bett zu schlafen. Zweitens: Zwischen Abholung und Zustellung sind Ihre Sachen nicht erreichbar, was für Papiere, Arbeitsgerät und Medikamente eine eigene Tasche erfordert. Drittens: Wenn ein Vermieter die Wohnung zu einem bestimmten Tag besenrein übergeben haben will, passt eine Beiladung nur, wenn Sie die letzten Tage anderweitig überbrücken können.

Es gibt einen Weg, den Nachteil kleiner zu machen: den Puffer auf die Seite legen, an der er nichts kostet. Wer die neue Wohnung schon ab dem Ersten hat und erst zur Monatsmitte zieht, merkt vom Zeitfenster praktisch nichts. Wer dagegen an einem Tag ausziehen und am selben Tag einziehen muss, sollte gar nicht erst über Beiladung nachdenken, sondern den Festpreis für die eigene Fahrt nehmen. Der Unterschied zwischen beiden Wegen ist in Euro schnell ausgerechnet, in Nerven nicht.

Dafür ist das Zeitfenster verbindlich, sobald wir es genannt haben. Es ist kein unverbindlicher Hinweis und keine Formulierung, hinter der sich beliebige Verzögerungen verstecken. Wenn sich innerhalb des Fensters etwas ändert, erfahren Sie es, sobald wir es wissen, und nicht am Morgen der Abholung.

Für wen sie passt und für wen nicht

Die Entscheidung fällt fast immer an derselben Stelle, nämlich an der Frage, wie fest Ihr Einzugstermin steht. Wer beim Zusammenziehen ohnehin schon Zugang zur neuen Wohnung hat, wer nach dem Studium einen Teilhaushalt mitnimmt oder wer nur einzelne Möbelstücke über eine lange Strecke bringen will, verliert durch das Zeitfenster nichts und spart erheblich.

Umgekehrt gibt es Fälle, in denen wir von einer Beiladung abraten, auch wenn sie rechnerisch billiger wäre. Ein fester Übergabetermin bei Auszug und Einzug am selben Tag ist mit einem Zeitfenster nicht zu vereinbaren. Bei einer kompletten Wohnung ab drei Zimmern ist die eigene Fahrt meist ohnehin günstiger, weil das Volumen die Grenze überschreitet. Und wer eine Küche mitnimmt, braucht die Demontage und den Wiederaufbau innerhalb weniger Tage, sonst steht die neue Wohnung länger ohne Kochgelegenheit da als geplant.

Die fünf Seiten zur Beiladung

Was hier im Überblick steht, wird auf den folgenden Seiten im Einzelnen behandelt, von der Berechnung des Volumens über den Transport einzelner Möbel bis zur Frage, wie die Zeitfenster zustande kommen.

Beiladung
Freien Laderaum einer Tour nutzen und nur den belegten Platz zahlen
Beiladung Kosten
Satz je Kubikmeter nach Entfernung, mit Vergleich zur eigenen Fahrt
Einzelne Möbel
Sofa, Schrank oder Klavier über die Fernstrecke, ohne eigene Fahrt
Kleiner Umzug
Ein Zimmer, WG oder Studium auf die Fernstrecke, zum Volumenpreis
Termine
Wie das Zeitfenster entsteht und wie Sie damit sicher planen

Bleibt danach etwas offen, ist der schnellste Weg ohnehin die Anfrage mit Ihrer Liste. Ein Beiladungspreis lässt sich in wenigen Minuten nennen, sobald Menge, Start und Ziel feststehen, und der Vergleich mit dem Festpreis für die eigene Fahrt kommt gleich mit dazu. Erst wenn beide Zahlen nebeneinanderstehen, ist die Entscheidung zwischen Geld und Terminsicherheit wirklich eine Entscheidung und keine Vermutung.

Lagerhalle mit folienumwickelten Kartonstapeln auf Paletten, orange Bodenmarkierung im Gang
Abgerechnet wird der belegte Laderaum in Kubikmetern, nicht das Fahrzeug und nicht die Wohnungsgröße.

Was vor einer Beiladung zu klären ist

Wie genau lässt sich mein Volumen vorher bestimmen?
Genau genug, wenn Sie zählen statt zu schätzen. Vierzig gepackte Umzugskartons ergeben rund drei Kubikmeter, ein Doppelbett mit Lattenrost und Matratze etwa zwei, ein dreitüriger Kleiderschrank ebenfalls etwa zwei. Wir rechnen die Liste mit Ihnen durch und nennen den Betrag auf dieser Grundlage.
Wie groß ist das Zeitfenster wirklich?
In der Regel zwei bis drei Tage für die Abholung und noch einmal zwei bis drei für die Zustellung. Beide Fenster nennen wir bei der Zusage, und sie werden eingehalten. Was wir nicht zusagen können, ist ein bestimmter Tag oder eine Uhrzeit, denn die ergibt sich aus dem Hauptauftrag auf demselben Fahrzeug.
Kann ich meine Sachen während des Zeitfensters erreichen?
Nein, sobald sie verladen sind, nicht mehr. Deshalb gehört alles, was Sie in dieser Zeit brauchen, nicht auf den Wagen: Papiere, Ladegeräte, Medikamente, Arbeitsgerät und Kleidung für die Übergangstage. Das ist der praktische Kern des Zeitfensters, nicht die Wartezeit an sich.
Steht mein Umzugsgut mit fremdem Eigentum zusammen im Fahrzeug?
Ja, das ist das Prinzip. Die Ladungen werden durch Zwischenwände, Gurte und Decken getrennt und jede Position einzeln erfasst. Voraussetzung ist, dass Ihre Sachen verschlossen und stapelfähig sind. Offene Wäschekörbe und Tüten nehmen wir nicht mit, weil sie sich im Verbund nicht sichern lassen.
Was kostet es, wenn ich später doch einen festen Termin brauche?
Dann rechnen wir auf eine eigene Fahrt um. Der Wechsel ist bis etwa zwei Wochen vor dem Zeitfenster ohne Weiteres möglich, danach hängt es davon ab, ob noch ein Fahrzeug frei ist. Angesetzt wird der reguläre Festpreis für die Strecke, es kommt kein Aufschlag für die Umplanung dazu.