Fünfzehn Ratgeber
Was vor, während und nach dem Umzug zu tun ist
Fünfzehn Seiten mit den Fragen, die vor jedem Berliner Umzug auftauchen: was er kostet, wer ihn bezahlt, welche Fristen gelten, wie gepackt wird und was bei Kindern, Haustieren oder einer Schwangerschaft anders läuft. Jede Seite nennt Zahlen, Fristen und Berliner Besonderheiten, nicht nur allgemeine Ratschläge.
Frage offen geblieben
Schreiben Sie sie ins Formular. Beratung kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Alle Ratgeberseiten
Sortiert grob nach dem Zeitpunkt, an dem das Thema akut wird: erst Planung und Kosten, dann Behörden und Formalitäten, dann Packen und Material, zuletzt die Sonderfälle.
- Fernumzug Kosten
- Woraus sich der Preis für eine Langstrecke tatsächlich zusammensetzt
- In Berlin anmelden
- Anmeldefrist, Wohnungsgeberbestätigung und der Termin beim Bürgeramt
- Fernumzug planen
- Der Zeitplan von acht Wochen vorher bis zur Schlüsselübergabe
- Kartons packen
- Packen für die Langstrecke, wo stundenlang Kräfte auf die Ladung wirken
Die drei Fragen, die am häufigsten gestellt werden
Die erste ist die nach dem Preis. Sie lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten, weil vier Größen den Betrag bestimmen: Volumen, Abtrageweg, Zugänglichkeit und Zeitpunkt. Die Seiten zu den Umzugskosten rechnen deshalb zwei vollständige Beispiele durch, eines für eine Zweizimmerwohnung und eines für eine Vierzimmerwohnung, jeweils mit allen Posten.
Die zweite ist die nach dem Amt. Wer Bürgergeld bezieht, braucht vor der Unterschrift unter den neuen Mietvertrag die Zusicherung des Jobcenters, sonst bleibt er auf den Kosten sitzen. Wer beruflich umzieht, kann die Kosten vollständig absetzen. Beides ist an Formalien gebunden, die sich nicht nachträglich reparieren lassen.
Die dritte ist die nach dem Parkplatz. Eine mobile Halteverbotszone braucht in Berlin mindestens vier Werktage Vorlauf, in der Praxis sieben, und sie wird nicht überall genehmigt. Wo sie fehlt, verlängert sich jeder einzelne Gang zwischen Wohnung und Fahrzeug, und zwar bei jedem Karton erneut.
Warum diese Seiten von einem Umzugsbetrieb kommen und nicht von einem Portal
Die meisten Ratgeber im Netz sind von Redaktionen geschrieben, die selbst nie einen Kleiderschrank durch ein Weddinger Treppenhaus getragen haben. Das merkt man an Sätzen wie dem, dass man Bücher in große Kartons packen soll. Ein großer Bücherkarton wiegt am Ende vierzig Kilo und wird von niemandem mehr angehoben.
Hier stehen deshalb die Werte, die sich auf Berliner Baustand und Berliner Ämter beziehen: Etagen ohne Aufzug, Treppenhausbreiten in der Gründerzeit, Wartezeiten im Bürgeramt, Vorlaufzeiten der Straßenverkehrsbehörde, Gebühren für die Halteverbotszone. Wo ein Wert unsicher ist, steht das dabei.
Die Ratgeberseiten verkaufen nichts. Sie führen an mehreren Stellen zurück zu den Leistungen, weil der Zusammenhang besteht, aber die Angaben stimmen auch dann, wenn Sie am Ende selbst mieten und selbst tragen. Für diesen Fall steht auf mehreren Seiten ein ehrlicher Vergleich zwischen Selbermachen und Beauftragen.
Material, das Sie ohnehin brauchen
Kartons und Decken werden geliefert und nach dem Umzug wieder abgeholt. Leihen lohnt sich bei allem, was danach nur im Keller stünde.
| Posten | Preis |
|---|---|
| Karton mieten | 0,90 € je Stück und Woche |
| Karton erwerben | 1,80 € je Stück |
| Kleiderkarton mieten | 3,50 € je Stück und Woche |
| Seidenpapier, 10 kg | 14 € |
| Polsterfolie, 50 Meter | 19 € |
| Decke mieten | 2,50 € je Stück und Woche |
Die kurzen Antworten vorab
- Wie früh sollte man mit der Planung anfangen?
- Zwölf Wochen vor dem Termin ist der richtige Zeitpunkt für die Kündigung der alten Wohnung und die ersten Angebote. Acht Wochen vorher werden Sonderkündigungen für Verträge verschickt, vier Wochen vorher wird gepackt, eine Woche vorher steht die Halteverbotszone. Wer erst zwei Wochen vorher beginnt, bekommt am Monatsende in Berlin selten noch einen Wunschtermin.
- Wie viele Kartons brauche ich?
- Als grober Wert: 15 bis 20 Kartons für ein Zimmer, 30 bis 40 für zwei, 50 bis 70 für drei und ab 80 für vier Zimmer aufwärts. Bücher und Geschirr treiben die Zahl schnell nach oben, Kleidung geht besser in Kleiderboxen.
- Kann ich die Umzugskosten von der Steuer absetzen?
- Bei beruflich veranlassten Umzügen ja, als Werbungskosten in voller Höhe. Bei privaten Umzügen sind zwanzig Prozent der Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistung anrechenbar, maximal 4.000 Euro im Jahr. Voraussetzung ist in beiden Fällen eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung.
- Bis wann muss ich mich ummelden?
- In Berlin innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Einzug. Mitzubringen sind Personalausweis und die Wohnungsgeberbestätigung des Vermieters. Termine im Bürgeramt sind knapp, deshalb sollte der Termin schon vor dem Umzug gebucht werden.