Die Gegenrichtung
Umzug nach Berlin, geplant von jemandem, der die Stadt kennt
Aus sechzehn deutschen Städten fahren wir nach Berlin, mit demselben Festpreis wie in der Gegenrichtung: ab 1.450 Euro für eine Einzimmerwohnung, gültig bis rund 750 Kilometer. Der Unterschied zu einer Spedition an Ihrem alten Wohnort liegt nicht in der Fahrt, sondern in der Ankunft. Wir wissen vorher, ob das Fahrzeug in Ihre neue Straße passt, wie das Halteverbot dort beantragt wird und was ein Hinterhaus im vierten Stock an Zeit kostet.
Zuzug nach Berlin anfragen
Startstadt, neue Berliner Adresse mit Etage und der Wunschzeitraum genügen für den ersten Rahmen.
Warum die schwierige Hälfte am Zielort liegt
Bei einem Umzug über mehrere hundert Kilometer denken die meisten zuerst an die Strecke. Die Strecke ist aber der berechenbarste Teil des ganzen Vorgangs: Autobahn, Lenkzeit, Diesel, fertig. Was tatsächlich schiefgeht, geht am Zielort schief, und beim Zuzug nach Berlin ist der Zielort genau die Adresse, die Sie selbst noch nicht kennen. Sie haben die Wohnung vielleicht einmal besichtigt, an einem Sonntagvormittag, als die halbe Straße frei war.
Eine Spedition am Startort sieht Berlin am Umzugstag zum ersten Mal. Sie kann die Fahrt sauber planen, aber sie kann nicht wissen, dass die Durchfahrt zum Hinterhaus zu niedrig ist, dass in Ihrer Straße flächendeckend Bewohnerparken gilt oder dass ein Halteverbot in Berlin bei der Straßenverkehrsbehörde des Bezirks beantragt wird und Vorlauf braucht. In der Praxis endet das damit, dass der Wagen dreißig Meter weiter in zweiter Reihe steht und jeder einzelne Gang um diese dreißig Meter länger wird. Bei einer Dreizimmerwohnung sind das mehrere Stunden.
Dieser Betrieb sitzt in Berlin und fährt die Strecken deshalb bewusst in beide Richtungen. Für den Auszug an Ihrem alten Wohnort reicht es, wenn wir Etage, Aufzug und Parksituation vorher abfragen; dort ist die Lage in aller Regel unkompliziert. Für den Einzug in Berlin dagegen zählt Ortskenntnis, und die ist der eigentliche Grund, warum diese Richtung hier eine eigene Seite je Startstadt bekommt.
Anmeldung und Wohnungsgeberbestätigung
Wer nach Berlin zieht, muss sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug anmelden. Das gilt bundesweit, in Berlin ist aber nicht die Frist das Nadelöhr, sondern der Termin. Die Bürgerämter der Stadt sind auf Wochen ausgebucht, und wer erst nach dem Einzug anfängt zu suchen, wartet oft länger, als die Frist erlaubt. Buchen Sie den Termin, sobald der Einzugstag feststeht. Zuständig ist jedes Bürgeramt in Berlin, nicht nur das in Ihrem neuen Bezirk, und in den Randbezirken sind häufiger Termine frei als in der Innenstadt.
Das zweite Papier ist die Wohnungsgeberbestätigung. Der Vermieter bestätigt darauf, dass Sie in diese Wohnung eingezogen sind, mit Anschrift, Einzugsdatum und allen einziehenden Personen. Ohne dieses Blatt wird die Anmeldung nicht angenommen, und es ist erstaunlich oft der Grund, warum jemand ein zweites Mal zum Amt muss. Lassen Sie es sich beim Vertragsabschluss geben, nicht am Abend vorher.
- Sobald der Einzugstag steht: Termin beim Bürgeramt buchen, ruhig in einem Randbezirk
- Beim Vertragsabschluss: Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter anfordern
- Zum Termin mitbringen: Personalausweis oder Reisepass und die Bestätigung im Original
- Danach: Fahrzeug ummelden, Rundfunkbeitrag ummelden, Nachsendeauftrag einrichten
- Wenn Ihre Straße bewirtschaftet ist: Bewohnerparkausweis beantragen, er setzt die Anmeldung voraus
Der letzte Punkt hängt unmittelbar mit dem Umzug zusammen. In weiten Teilen der Berliner Innenstadt gilt Parkraumbewirtschaftung, und den Bewohnerparkausweis bekommt nur, wer bereits gemeldet ist. Am Umzugstag selbst hilft er ohnehin nicht, dafür braucht es das Halteverbot. Aber in der Woche danach ist er der Unterschied zwischen einem Parkplatz und einer täglichen Runde um den Block.
Das Halteverbot vor der neuen Adresse
In Berlin wird eine Halteverbotszone bei der Straßenverkehrsbehörde des jeweiligen Bezirks beantragt. Der Vorlauf beträgt mindestens vier Werktage; wir planen in der Regel eine Woche ein, weil die Bezirke unterschiedlich schnell arbeiten. Die Schilder müssen dann rechtzeitig vor dem Termin stehen, sonst lässt sich ein Fahrzeug, das trotzdem dort parkt, nicht abschleppen. Genau daran scheitern die meisten Halteverbote, die jemand kurzfristig selbst organisiert hat.
Wir übernehmen Antrag, Aufstellen und Abholen. Haltverbot vor einem Haus kostet ab 59 €, Haltverbot vor beiden Häusern ab 89 €. Bei einem Zuzug aus einer anderen Stadt lohnt sich fast immer die Variante für beide Adressen, sofern die alte Adresse ebenfalls in einer engen Lage liegt. Der Betrag ist im Verhältnis zu den Arbeitsstunden gering, die ein fehlender Stellplatz kostet.
Vorderhaus, Seitenflügel, Quergebäude
Der Berliner Wohnungsbestand aus der Gründerzeit ist anders geschnitten als fast überall sonst in Deutschland. Ein Grundstück trägt oft mehrere Gebäude hintereinander: das Vorderhaus an der Straße, den Seitenflügel am Hof und dahinter das Quergebäude. Wer eine Wohnung im Quergebäude gemietet hat, hat einen Tragweg von der Straße bis zur Haustür, der leicht vierzig bis sechzig Meter beträgt, und dieser Weg wiederholt sich bei jedem einzelnen Gang.
Dazu kommt die Höhe. Fünf Vollgeschosse ohne Aufzug sind in diesen Häusern der Normalfall, und wegen der Deckenhöhen von deutlich über drei Metern sind die Treppenläufe länger als in einem Nachkriegsbau mit derselben Etagenzahl. Der vierte Stock in einem Berliner Altbau entspricht im Kraftaufwand eher dem sechsten anderswo. Die Treppenhäuser wenden dabei eng, was Schrankwände, Sofas mit fester Rückenlehne und große Matratzen regelmäßig zum Problem macht.
Genau dafür gibt es den Möbelaufzug am Fenster. Er kostet einen halben Tag samt Bediener und spart bei einer Wohnung mit viel Sperrigem oft mehr, als er kostet. Ob er nötig ist, lässt sich vorher entscheiden, wenn wir wissen, in welchem Gebäudeteil und in welcher Etage die Wohnung liegt und ob der Hof für den Aufbau frei ist. Fragen Sie den Vermieter danach, bevor Sie den Vertrag unterschreiben, es ändert die Umzugskosten spürbar.
Straßen, in die kein Fernverkehrsfahrzeug hineinfährt
Klassische Umzugsspeditionen fahren auf Fernstrecken gern große Fahrzeuge, weil das je Kubikmeter am günstigsten ist. In Berlin ist das oft die falsche Wahl. Viele Wohnstraßen sind beidseitig zugeparkt, mit Pollern, Fahrradbügeln und Baumscheiben zusätzlich verengt, und etliche Höfe erreicht man nur durch eine Toreinfahrt, die keine drei Meter hoch ist. Kommt der große Wagen dort nicht durch, wird am Umzugstag auf ein kleineres Fahrzeug umgeladen. Das kostet Stunden, die niemand eingeplant hat.
Hinzu kommt das Kopfsteinpflaster, das in den Altbauquartieren streckenweise erhalten ist. Es ist kein Hindernis, aber es verlangsamt, und Rollwagen mit hoch gestapelten Kartons laufen darauf schlecht. Innerhalb des S-Bahn-Rings gilt außerdem die Umweltzone, in die nur Fahrzeuge mit grüner Plakette einfahren dürfen. Für unsere Fahrzeuge ist das geklärt, für ein kurzfristig angemietetes Fahrzeug vom Startort nicht immer.
Deshalb legen wir die Fahrzeuggröße nach dem Zielort fest und nicht nach der Strecke. Wenn die neue Adresse einen Sprinter verlangt, fahren wir mit zwei kleineren Fahrzeugen statt mit einem großen. Das steht so im Angebot, damit Sie es vergleichen können. Ein Angebot, das nur eine Summe und das Wort Umzugswagen nennt, sagt über diesen Punkt nichts aus.
Was der Zuzug kostet
Die Fernpauschale gilt in beide Richtungen gleich. Sie deckt Fahrzeug, Kraftstoff, Maut, Besatzung, Decken und Gurte sowie den Ab- und Aufbau handelsüblicher Möbel ab, bei den weiten Strecken auch die Übernachtung der Besatzung. Halteverbot, Verpackungsmaterial, Möbelaufzug und Küchenmontage stehen daneben und einzeln im Angebot.
- 1 Zimmer
- ab 1.450 €
- 2 Zimmer
- ab 1.690 €
- 3 Zimmer
- ab 1.950 €
- 4 Zimmer
- ab 2.190 €
- 5 Zimmer
- ab 2.450 €
Wer nur einen Teilhaushalt nach Berlin bringt, etwa beim Zusammenziehen oder beim ersten eigenen Wohnsitz nach dem Studium, fährt mit der Beiladung deutlich günstiger. Dort wird nach Kubikmetern abgerechnet, dafür bekommen Sie ein Zeitfenster statt eines festen Tages. Für einen Zuzug ist das häufig unproblematisch, weil die Schlüsselübergabe ohnehin selten auf den Wunschtag fällt.
Die sechzehn Startstädte
Für jede dieser Städte gibt es eine Seite mit dem, was auf dieser Verbindung zu bedenken ist. Ist Ihre Stadt nicht dabei, rechnen wir die Strecke trotzdem durch; die Liste bildet die Verbindungen ab, die am häufigsten angefragt werden, keine Grenze des Fahrgebiets.
- Hamburg nach Berlin
- Ankommen in Berlin mit Anmeldung, Haltverbot und geklärter Zufahrt
- München nach Berlin
- Der Berliner Altbau ist die eigentliche Hürde, nicht die Entfernung
- Köln nach Berlin
- Haltverbot in Berlin rechtzeitig beantragt, damit der Wagen vors Haus kommt
- Frankfurt nach Berlin
- Vorderhaus oder Hinterhaus entscheidet über Tragweg und Fahrzeug
- Stuttgart nach Berlin
- Wenn Auszug und Einzug nicht am selben Tag liegen
- Düsseldorf nach Berlin
- Festes Angebot für Berlin, ohne dass Sie zur Besichtigung anreisen
- Leipzig nach Berlin
- Kurze Strecke, voller Berliner Einzugstag mit Parkdruck und Zeitfenster
- Dresden nach Berlin
- Auch kurzfristig, mit geklärter Zieladresse und ehrlicher Volumenschätzung
- Hannover nach Berlin
- Tagesfahrt über die A2, mit Blick auf Anmeldung und Bürgeramtstermin
- Bremen nach Berlin
- Zwei Wohnungsübergaben, 390 Kilometer auseinander, ein Termin dazwischen
- Nürnberg nach Berlin
- Ob das Sofa hochgeht, entscheidet das Treppenauge im Berliner Altbau
- Dortmund nach Berlin
- Die Berliner Straße entscheidet, ob ein großer Wagen überhaupt vorfahren kann
- Essen nach Berlin
- Ohne Haltverbot in Berlin wird aus dem Umzugstag ein Tragetag
- Mannheim nach Berlin
- Ab dem vierten Stock ohne Aufzug ist der Möbellift der günstigere Weg
- Karlsruhe nach Berlin
- Rund 680 Kilometer sind zwei Tage, und das ist die bessere Planung
- Münster nach Berlin
- Vorderhaus oder Quergebäude entscheidet über sechzig Meter Tragweg
Was Zuziehende vor dem Umzugstag klären sollten
- Warum ein Berliner Betrieb und nicht die Spedition am alten Wohnort?
- Weil die schwierige Hälfte eines Zuzugs am Zielort liegt. Die Beladung in einer Wohnung, die Sie kennen, läuft überall gleich. Die Entladung in einem Berliner Hinterhaus mit Durchfahrt, Bewohnerparken und fünf Geschossen ohne Aufzug läuft nur dann glatt, wenn jemand vorher weiß, was ihn dort erwartet.
- Wie lange habe ich nach dem Einzug Zeit für die Anmeldung?
- Zwei Wochen. Das Bundesmeldegesetz setzt vierzehn Tage nach dem Einzug, und in Berlin ist nicht die Frist das Problem, sondern der Termin beim Bürgeramt. Buchen Sie ihn, sobald der Einzugstag feststeht, notfalls in einem anderen Bezirk. Zuständig ist jedes Bürgeramt der Stadt, nicht nur das Ihres neuen Wohnorts.
- Was ist eine Wohnungsgeberbestätigung?
- Eine unterschriebene Bescheinigung des Vermieters darüber, dass Sie in diese Wohnung eingezogen sind, mit Adresse, Einzugsdatum und den Namen aller einziehenden Personen. Ohne dieses Blatt nimmt das Bürgeramt die Anmeldung nicht an. Fordern Sie es beim Vertragsabschluss an und nicht am Vorabend des Termins.
- Kümmern Sie sich um das Halteverbot vor der neuen Berliner Adresse?
- Ja, das ist der Teil, den ein ortsfremder Anbieter selten übernimmt. Für eine Adresse ab 59 €, für beide zusammen ab 89 €, jeweils mit Antrag, Aufstellen und Abholen der Schilder. Der Vorlauf beträgt mindestens vier Werktage, in der Praxis planen wir eine Woche ein.
- Passt ein großer Umzugswagen überhaupt bis vor meine neue Wohnung?
- Nicht überall. Viele Berliner Hofdurchfahrten sind unter drei Meter hoch, etliche Wohnstraßen sind durch Poller, Baumscheiben und beidseitiges Parken so eng, dass ein Sattelzug gar nicht erst hineinfährt. Wir klären das vorher und planen im Zweifel ein kleineres Fahrzeug ein, statt am Umzugstag umzuladen.
- Können Sie Möbel zwischenlagern, wenn die Berliner Wohnung noch nicht frei ist?
- Ja. Bei einem Zuzug fallen Auszug und Einzug fast nie auf denselben Tag, deshalb ist die Zwischenlagerung hier der Normalfall und nicht die Ausnahme. Die Ladung geht ins Lager und wird zugestellt, sobald Sie den Schlüssel haben. Abgerechnet wird tageweise.