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Fernumzug nach Berlin

Umzug von Hamburg nach Berlin

Die Fahrt von Hamburg nach Berlin ist der einfache Teil, knapp 290 Kilometer an einem Arbeitstag. Entschieden wird der Umzug an der Berliner Adresse: Etage, Treppenhaus, Zufahrt und Haltverbot. Weil wir in Berlin sitzen, sehen wir uns das Zielhaus an, bevor in Hamburg der erste Karton auf den Wagen geht.

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Fernumzug nach Berlin in Stichpunkten

Ankommen in Berlin mit Anmeldung, Haltverbot und geklärter Zufahrt.

Altbaufassade fast vollständig von Efeu überwachsen, weiße Fenster schauen hindurch
Altbaufassade fast vollständig von Efeu überwachsen, weiße Fenster schauen hindurch

Warum das Ankommen mehr Arbeit macht als die Strecke

Bei einem Umzug nach Berlin planen die meisten Leute die Fahrt und unterschätzen den Einzug. Das ist verständlich, denn die Ausgangswohnung kennt man, das Treppenhaus ist einem seit Jahren vertraut, und man weiß, wo der Wagen stehen kann. Von der Zieladresse kennt man dagegen oft nicht mehr als ein Wohnungsinserat, drei Fotos und eine einzige Besichtigung, bei der niemand auf die Breite des Treppenauges geachtet hat.

Genau dort liegen die Kosten. Ein Fernumzug wird teuer, wenn am Zielort etwas nicht passt: Der Wagen kommt nicht bis vors Haus, weil eine Baustelle die Straße halbiert. Der Aufzug ist zu klein für die Waschmaschine. Der Kleiderschrank passt nicht ums Podest im dritten Stock. Jede dieser Überraschungen kostet Stunden, und Stunden am Einzugstag sind teurer als jede Vorbereitung.

Wir drehen die Reihenfolge deshalb um. Zuerst wird die Berliner Adresse geklärt, danach der Ladeplan in Hamburg gemacht. Wenn feststeht, dass im Zielhaus ein Möbellift gebraucht wird oder dass die letzten sechzig Meter mit dem Rollbrett über den Hof gehen, ändert das die Zahl der Leute, die Zusammensetzung der Ladung und die Uhrzeit der Abfahrt.

Anmeldung beim Bürgeramt und die Wohnungsgeberbestätigung

Nach dem Einzug haben Sie zwei Wochen Zeit, sich in Berlin anzumelden. Dazu brauchen Sie den Personalausweis und die Wohnungsgeberbestätigung, also die schriftliche Bestätigung des Vermieters, dass Sie tatsächlich in diese Wohnung eingezogen sind. Der Mietvertrag ersetzt sie nicht. Fordern Sie das Papier schon bei der Zusage an und nicht erst nach dem Einzug, sonst warten Sie in Berlin auf ein Formular, das in Hamburg nichts mehr nützt.

Das eigentliche Nadelöhr ist der Termin. Berliner Bürgerämter vergeben Termine über das Netz, und in Zeiten hoher Nachfrage liegen die freien Plätze mehrere Wochen entfernt. Der praktische Ausweg ist einfach und wird selten genutzt: Sie sind nicht an das Bürgeramt Ihres künftigen Bezirks gebunden, sondern können jeden Standort in der Stadt buchen. Wer bereit ist, für die Anmeldung quer durch Berlin zu fahren, bekommt oft deutlich früher einen Platz.

Buchen Sie den Termin, sobald der Einzugstag feststeht, also lange vor dem Umzug. Fällt der Termin vor den Einzug, verschieben Sie ihn; das ist leichter, als aus dem Nichts einen zu bekommen. Wer die Frist reißt, weil kein Termin frei war, sollte die Buchungsbestätigung aufheben. Sie zeigt, dass die Verzögerung nicht an Ihnen lag.

Was in der ersten Berliner Woche sonst noch ansteht

An der Anmeldung hängen mehrere Dinge, die man aus der Ferne nicht vorbereiten kann. Ein Bewohnerparkausweis wird in den bewirtschafteten Zonen erst ausgestellt, wenn die Meldeadresse steht; bis dahin zahlen Sie am Automaten oder stellen den Wagen weiter weg ab. Auch die Ummeldung des Fahrzeugs und alles, was einen Meldenachweis verlangt, hängt an diesem einen Termin. Das ist der Grund, warum die Anmeldung ganz oben auf der Liste stehen sollte und nicht unter den Punkten, die man nach dem Auspacken erledigt.

Zwei Dinge lassen sich dagegen vorher regeln. Der Nachsendeauftrag der Post läuft ab dem Datum, das Sie eintragen, und sollte ein paar Tage vor dem Einzug beginnen. Und der Strom- oder Gasvertrag für die neue Wohnung wird mit dem Zählerstand aus dem Übergabeprotokoll angemeldet; fotografieren Sie den Zähler am Einzugstag, bevor die Kartons davorstehen.

Der Unterschied zu einer Spedition am Startort

Eine Hamburger Firma kann diesen Umzug fahren, keine Frage. Sie sieht Berlin aber zum ersten Mal, wenn der Wagen in die Straße einbiegt. Ob der Transporter in die Toreinfahrt passt, ob die Fläche vor dem Haus für einen Möbellift reicht, ob im Hof gewendet werden kann: Das sind Fragen, die sich nicht am Telefon klären lassen, sondern nur, indem jemand hinfährt und nachsieht.

Wir sitzen in Berlin, und die Leute, die bei Ihnen abladen, arbeiten jede Woche in solchen Häusern. Sie wissen, welche Straßen für einen großen Wagen zu eng sind, wo die Zufahrt über den Hof geht und wann eine Ladung besser auf einen kleineren Wagen umgeladen wird. Dieses Wissen ersetzt keine Besichtigung, aber es sorgt dafür, dass am Einzugstag niemand ratlos vor dem Haus steht.

Was Zuziehende aus Hamburg am häufigsten fragen

Schaffen wir Beladung und Einzug an einem Tag?
In den meisten Fällen ja. Wir laden früh in Hamburg, fahren durch und laden am Nachmittag in Berlin ab. Bei vier Zimmern oder ohne Aufzug auf beiden Seiten planen wir lieber zwei Tage ein, als den Abend zu überziehen.
Kümmern Sie sich um das Haltverbot vor der Berliner Wohnung?
Ja. Antrag, Schilder und die spätere Abholung übernehmen wir, ab 59 € für eine Adresse. Angemeldet wird spätestens vier Werktage vorher, deshalb brauchen wir die genaue Anschrift früh.
Können Sie sich die Wohnung in Berlin vorher ansehen?
Ja, und das ist der eigentliche Vorteil daran, dass wir hier sitzen. Die Besichtigung der Zieladresse kostet nichts. Wenn Sie den Schlüssel noch nicht haben, reichen uns Haus, Etage und ein Blick von der Straße.
Was passiert, wenn sich die Schlüsselübergabe verschiebt?
Dann geht die Ladung ins Lager, statt auf dem Gehweg zu stehen. Eine Lagerbox mit 5 m³ beginnt bei 9 € am Tag, die spätere Zustellung ab 89 € je Fahrt. Sagen Sie früh Bescheid, dann planen wir den Wagen anders.
Wie viel kostet ein Umzug von Hamburg nach Berlin?
Für zwei Zimmer beginnt ein Fernumzug bei 1.690 €, für drei Zimmer bei 1.950 €. Der feste Betrag steht im schriftlichen Angebot nach der kostenlosen Besichtigung. Für Fernstrecken zählt die Entfernung, nicht der Wochentag.
Lohnt sich eine Beiladung auf dieser Strecke?
Wenn Sie unter zehn Kubikmeter haben und beim Termin flexibel sind, meistens ja. Sie teilen sich den Laderaum mit einer anderen Ladung und zahlen nur Ihren Anteil, müssen dafür aber ein Zeitfenster von einigen Tagen akzeptieren.

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