Ratgeber
Was ein Fernumzug kostet
Ein Fernumzug mit dem kompletten Hausstand beginnt bei uns bei 1.450 € für eine Einzimmerwohnung und bei 1.950 € für drei Zimmer, gerechnet bis rund 750 Kilometer Entfernung. Der Grundbetrag entsteht aus zwei Größen: dem Volumen in Kubikmetern und der Strecke. Alles andere, also Etage, Tragweg, Zufahrt und Zusatzleistungen, kommt als getrennte Position dazu und steht im schriftlichen Angebot einzeln.
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Adressen, Etagen und Wunschtermin genügen. Sie erhalten die Antwort am selben Werktag, telefonisch erreichen Sie uns unter 030 754367319.
Ratgeber in Stichpunkten
Woraus sich der Preis für eine Langstrecke tatsächlich zusammensetzt.
- Fester Betrag im Angebot statt Abrechnung nach Stunden
- Volumen und Entfernung bilden den Grundpreis
- Etage, Tragweg und Zufahrt stehen als eigene Posten drin
- Für Fernstrecken keine Aufschläge für Samstag oder Abend
Die zwei Größen, an denen der Preis hängt
Innerhalb Berlins wird ein Umzug meist nach Stunden abgerechnet, weil die Fahrt zwischen zwei Adressen kaum ins Gewicht fällt. Auf der Langstrecke geht diese Rechnung nicht auf. Dort vergeht der größte Teil des Tages auf der Autobahn, und ein Stau vor einer Baustelle würde bei einem Stundenpreis auf Ihre Rechnung durchschlagen. Deshalb bekommen Sie für einen Fernumzug einen festen Betrag, der vor der Abfahrt vereinbart wird und danach nicht mehr wächst.
Dieser Betrag entsteht aus zwei Größen. Die erste ist das Volumen: wie viele Kubikmeter Laderaum Ihr Hausstand belegt. Danach entscheidet sich, ob ein Sprinter reicht, ob ein großer Wagen fährt oder ob zwei Fahrten nötig sind. Die zweite Größe ist die Entfernung, denn bezahlt wird nicht nur die Hinfahrt, sondern auch die Zeit des Teams unterwegs und die Rückfahrt des leeren Fahrzeugs. Unsere Fernpreise sind bis rund 750 Kilometer gerechnet, längere Strecken kalkulieren wir einzeln.
Alles Weitere sind Aufschläge auf diesen Kern. Sie sind keine Willkür, sondern schlicht Arbeitszeit: Eine vierte Etage ohne Aufzug bindet zwei Leute länger als ein Erdgeschoss, und ein Wagen, der achtzig Meter entfernt parken muss, verlängert jeden einzelnen Gang. Wer diese Punkte bei der Anfrage von sich aus nennt, bekommt ein Angebot, das am Umzugstag noch stimmt.
Für Fernstrecken zählt die Entfernung, nicht der Wochentag. Aufschläge für Samstag, Abend oder kurzfristige Buchung gibt es bei uns nicht.
Kubikmeter: die Zahl, die den Grundpreis macht
Kaum jemand weiß aus dem Kopf, wie viele Kubikmeter in der eigenen Wohnung stehen. Als grobe Orientierung rechnen wir bei einer Einzimmerwohnung mit rund 15 m³, bei zwei Zimmern mit rund 25 m³, bei drei Zimmern mit rund 40 m³ und bei vier Zimmern mit rund 55 m³. Ab fünf Zimmern liegt der Wert bei 70 m³ und darüber. Das sind Erfahrungswerte aus Wohnungen, die normal möbliert sind, nicht mehr.
Nach oben verschieben lässt sich diese Zahl schnell. Ein voller Keller, ein ausgebauter Dachboden, eine Werkstatt im Abstellraum, eine Bücherwand über die ganze Zimmerlänge oder ein Hobby mit viel Ausrüstung addieren jeweils mehrere Kubikmeter. Nach unten geht es genauso: Wer vor dem Umzug ausmistet, Möbel verkauft und den Keller leert, spart nicht nur Kartons, sondern unter Umständen eine ganze Fahrzeuggröße.
Die Schätzung hat in beide Richtungen Folgen. Wird zu großzügig gerechnet, zahlen Sie Laderaum, der leer bleibt. Wird zu knapp gerechnet, passt am Umzugstag ein Teil nicht mehr auf den Wagen, und auf einer Fernstrecke lässt sich das nicht mit einer zweiten Runde am Nachmittag lösen. Genau deshalb sehen wir uns die Wohnung vorher an, statt am Telefon eine Zahl zu raten.
Etage, Tragweg und Zufahrt
Der zweite große Block sind die Wege. Jeder Karton, jede Kommode und jede Matratze wird von Hand aus der Wohnung zum Fahrzeug getragen. Wie lange das dauert, hängt an drei Dingen: an der Etage, an der Strecke zwischen Haustür und Wagen und daran, ob der Wagen überhaupt in die Nähe kommt. Diese drei Punkte gelten an beiden Enden der Strecke, und der Auszug in Berlin sagt nichts über den Einzug in Stuttgart.
Bei der Etage entscheidet nicht die Zahl allein, sondern der Aufzug. Ein Personenaufzug im Altbau hilft für Kartons, nimmt aber weder eine Couch noch einen Kleiderschrank in einem Stück. Dann läuft der sperrige Teil trotzdem über das Treppenhaus, und enge Wendungen im Halbstock kosten zusätzlich Zeit. Wo das nicht mehr geht, arbeiten wir mit einem Aufzug am Fenster, der bis zur vierten Etage ab 179 € für einen halben Tag samt Bediener kostet.
Der Tragweg ist der am meisten unterschätzte Posten. Vorderhaus mit Halteverbotszone direkt vor der Tür ist der eine Fall, Seitenflügel im zweiten Hinterhof mit Torbogen und siebzig Metern Hofdurchgang der andere. Beim zweiten Fall verdoppelt sich die Zeit pro Gang, und bei zweihundert Gängen ist das ein halber Arbeitstag. Kann der Wagen wegen einer Fußgängerzone, einer Baustelle oder einer engen Anliegerstraße gar nicht bis vors Haus, wird zusätzlich umgeladen.
Eine Halteverbotszone löst den größten Teil dieser Probleme. Für beide Häuser kostet sie ab 89 €, für ein Haus ab 59 €, jeweils mit Antrag, Schildern und Abholung. Angemeldet wird sie mindestens vier Werktage vorher, in der Praxis planen wir mehr Vorlauf ein.
Zusatzleistungen, die im Angebot einzeln stehen
Neben Volumen und Wegen gibt es Leistungen, die nicht jeder braucht und die deshalb nicht im Grundpreis stecken. Sie stehen im Angebot als eigene Zeile, damit Sie jede davon streichen können, wenn Sie sie selbst übernehmen wollen.
- Haltverbot vor beiden Häusern: ab 89 €. Antrag, Schilder und Abholung inbegriffen
- Haltverbot vor einem Haus: ab 59 €. Vier Werktage vorher anmelden
- Aufzug am Fenster bis zur vierten Etage: ab 179 €. Ein halber Tag samt Bediener
- Küche zerlegen und neu setzen: ab 249 €. Strom und Wasser macht der Fachmann
- Einpacken, je Kraft: ab 25 € je Stunde. Verpackung wird einzeln abgerechnet
- Klavier und Flügel: ab 189 €. Vier Mann, Rollbrett und Gurte
- Räumung, je Kubikmeter: ab 39 €. Übergabe gefegt
Warum ein Preis am Telefon nichts wert ist
Wer am Telefon nach zwei Sätzen einen Festpreis nennt, hat entweder geraten oder rechnet damit, am Umzugstag nachzufordern. Beides endet an derselben Stelle: Der Wagen steht vor der Tür, die Wohnung ist verpackt, und plötzlich ist von Mehrvolumen, Tragweg oder einer zweiten Fahrt die Rede. In dieser Lage sagt kaum jemand nein, und genau darauf ist das Verfahren gebaut.
Am Telefon lässt sich nicht klären, was für den Preis zählt. Niemand erwähnt von sich aus den vollen Keller, den Schrank, der nicht in den Aufzug passt, oder den Umstand, dass vor dem Haus eine Straßenbahnhaltestelle liegt. Das sind keine Kleinigkeiten, sondern die Posten, aus denen die Differenz zwischen dem gehörten und dem bezahlten Preis entsteht.
Deshalb sehen wir uns die Wohnung vorher an. Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich, dauert selten länger als eine halbe Stunde und endet mit einer Aufnahme aller Zimmer samt Keller. Auf dieser Grundlage schreiben wir das Angebot. Bei kleinen Mengen und bei Kundschaft, die noch in einer anderen Stadt sitzt, geht es auch per Video oder mit Fotos aus jedem Zimmer; wichtig ist nur, dass wirklich alles zu sehen ist, was mitfahren soll.
Ein Angebot, das aus einer Besichtigung stammt, hat einen praktischen Nebeneffekt: Es lässt sich vergleichen. Sie sehen Position für Position, wofür Sie zahlen, und können bei zwei Anbietern nebeneinanderlegen, was jeweils enthalten ist. Bei zwei Telefonzahlen vergleichen Sie dagegen nur, wer optimistischer geschätzt hat.
Komplettumzug oder Beiladung
Auf derselben Strecke gibt es zwei Wege, und der Preisunterschied ist erheblich. Beim Komplettumzug fährt ein Fahrzeug nur für Sie. Der Termin steht auf den Tag genau, morgens wird verladen, und je nach Entfernung wird noch am selben oder am nächsten Tag abgeladen. Das ist der Weg für einen ganzen Hausstand und für alle, die einen festen Übergabetermin einhalten müssen.
Bei der Beiladung nutzen Sie den freien Platz auf einer Fahrt, die ohnehin stattfindet. Sie zahlen nur die Kubikmeter, die Ihre Sachen tatsächlich belegen, und teilen sich die Kosten der Strecke mit anderen. Dafür geben Sie Flexibilität ab: Statt eines festen Tages gibt es ein Zeitfenster von einigen Tagen, weil die Tour nach den anderen Ladungen geplant wird. Wer einen Studienplatz antritt, eine Wohnung erst später übernimmt oder nur Bett, Schreibtisch und zwanzig Kartons mitnimmt, fährt damit deutlich günstiger.
Die Faustregel aus der Praxis: Bis etwa zur Menge einer kleinen Einzimmerwohnung lohnt die Beiladung fast immer. Ab zwei Zimmern mit Küche und Waschmaschine kippt es, weil der Platzbedarf dann in die Nähe eines eigenen Wagens kommt und der Aufwand fürs Ein- und Ausladen zwischen fremden Ladungen steigt. Welche Variante bei Ihnen günstiger ist, sagen wir Ihnen nach der Besichtigung; wir rechnen beide Wege durch, statt Ihnen den teureren zu verkaufen.
Unabhängig vom Weg gilt: Wer zeitlich früh dran ist, hat die bessere Auswahl. Beiladungen brauchen eine passende Tour, und die entsteht nicht in zwei Tagen.
Fernumzug bis rund 750 Kilometer
| Wohnung | Volumen | Festpreis |
|---|---|---|
| 1 Zimmer | rund 15 m³ | ab 1.450 € |
| 2 Zimmer | rund 25 m³ | ab 1.690 € |
| 3 Zimmer | rund 40 m³ | ab 1.950 € |
| 4 Zimmer | rund 55 m³ | ab 2.190 € |
| 5 Zimmer | ab 70 m³ | ab 2.450 € |
In allen Angaben steckt die Mehrwertsteuer. Der feste Betrag ergibt sich aus dem schriftlichen Angebot, das auf die kostenlose Besichtigung folgt.
Was Kundschaft vor dem Angebot wissen will
- Was kostet ein Fernumzug für eine Zweizimmerwohnung?
- Bis rund 750 Kilometer beginnt eine Zweizimmerwohnung bei 1.690 €. Dahinter stehen etwa 25 m³ Volumen. Ob es bei diesem Betrag bleibt, hängt an Etage, Tragweg und Zufahrt an beiden Adressen. Den festen Preis nennen wir im schriftlichen Angebot nach der kostenlosen Besichtigung.
- Warum nennen Sie am Telefon keinen Festpreis?
- Weil am Telefon die Hälfte der preisrelevanten Punkte nicht zur Sprache kommt: der volle Keller, der Schrank, der nicht in den Aufzug passt, die Zufahrt an der neuen Adresse. Eine Zahl ohne diese Angaben wäre geraten, und beim Nachrechnen am Umzugstag würden Sie draufzahlen.
- Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?
- Ja, sie ist kostenlos und unverbindlich, auch wenn Sie sich danach für einen anderen Anbieter entscheiden. Sie dauert meist eine halbe Stunde. Wenn Sie noch in einer anderen Stadt wohnen, machen wir sie per Video oder anhand von Fotos aus jedem Zimmer einschließlich Keller.
- Wie viele Kubikmeter hat mein Hausstand?
- Als Anhalt: eine Einzimmerwohnung rund 15 m³, zwei Zimmer rund 25 m³, drei Zimmer rund 40 m³, vier Zimmer rund 55 m³, ab fünf Zimmern 70 m³ und mehr. Keller, Dachboden und große Büchermengen verschieben den Wert nach oben, konsequentes Ausmisten nach unten.
- Kostet ein Umzug am Samstag mehr?
- Nein. Für Fernstrecken zählt die Entfernung und nicht der Wochentag. Aufschläge für Samstag, für die Abendstunden oder für eine kurzfristige Buchung gibt es bei uns nicht. Das ist kein Rabatt, sondern die Preisstruktur.
- Wann lohnt sich eine Beiladung statt eines Komplettumzugs?
- Bei kleinen Mengen bis etwa zur Größe einer Einzimmerwohnung und wenn Sie beim Termin ein Zeitfenster von einigen Tagen akzeptieren können. Sie zahlen dann nur die Kubikmeter, die Sie belegen. Ab zwei vollen Zimmern nähert sich der Platzbedarf einem eigenen Fahrzeug.
- Ist die Mehrwertsteuer in den Preisen enthalten?
- Ja, in allen genannten Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Der verbindliche Betrag ergibt sich aus dem schriftlichen Angebot, das auf die Besichtigung folgt. Darin steht jede Position einzeln, damit Sie streichen können, was Sie selbst übernehmen wollen.
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